Künstliche Paradiese oder Heimat – Wo?
Tiffany Chungs Inszenierungen führen nach Utopia/Dystopia ( en )

Galerie Christian Hosp, Berlin, 2009-10-31 - 2009-12-12

Wo es keinen Zufall mehr gibt, ist das Leben ausgehaucht. Tiffany Chungs multimediale Arbeiten stürzen den Betrachter in ein Wechselbad der Gefühle. Ob inszenierte Fotografie, Zeichnung, Rauminstallation oder Performance – die von Pastelltönen dominierte Farbpalette, florale Muster, Wolkenformen und weiche Materialien wirken zunächst einladend heimelig. Auf den zweiten Blick jedoch entpuppen sich Chungs künstliche Paradiese nicht selten als aseptisch und trügerisch. In ihren aktuellen Filmen weicht dieser kritische Grundtenor einer melancholischen Innenschau. Die Ausstellung Finding Galápagos: fish, pigs, youngsters, old folks, men, women and the Black Canals (not in any particular order) (2009) zeichnet diese Gratwanderung der Künstlerin nach.

In Vietnam geboren, lebte Tiffany Chung nahezu zwanzig Jahre mit ihrer Familie in Kalifornien. Seit ihrer Rückkehr nach Vietnam vor nunmehr neun Jahren führten künstlerische Projekte sie nach Japan, Thailand, Korea und China. Dort betreibt sie ihre Feldstudien über den rasanten Wandel asiatischer Megacitys, u. a. am Beispiel ihres derzeitigen Wohnorts Ho-Chi-Minh-Stadt. In kürzester Zeit finden dort, aber auch in Städten wie Tokio, Seoul oder Schanghai, ganze Wohngebiete den Weg vom Reißbrett zur Realisierung, angelegte Gärten werden zum Naturersatz. Blanke Gegenwärtigkeit um den Preis eines geschichtslosen Vakuums. Willkommen in Utopia/Dystopia!

Asiatische Metropolen müssen auf diejenigen, die nicht in diesem reißenden Strom mitschwimmen, wie ein Film im Zeitraffer wirken. Koloniale Vergangenheit, in China die Kulturrevolution und in Vietnam der Vietnamkrieg prägen bis heute den Erfahrungsraum der älteren Menschen. Für die jüngere Generation der Stadtbewohner dagegen erinnert kaum noch etwas an diese traumatischen Kapitel in ihrer Heimat. Städteplanerisch galt und gilt es augenscheinlich nicht, den Orten ein Profil zu geben, das Vergangenes im Gegenwärtigen aufgehen und urbanen Raum zum Erinnerungsträger werden lässt. Die Entwicklung hin zum internationalen Lebensstandard wurde mit einer Radikalität vollzogen, die vom Einzelnen ein Höchstmaß an Anpassungsfähigkeit fordert.

Taumel im Farbenrausch

„Auf den ersten Blick ähneln sich asiatische Metropolen“, resümiert Tiffany Chung im Rückblick auf ihre Erfahrungen in Städten wie Fukuoka, Tokio, Bangkok, Seoul, Schanghai oder auch Ho-Chi-Minh-Stadt. „Die Vernetzung der jungen Generation durch Internet, MTV, Mobiltelefon und iPod führt zu einem globalisierten Geschmack hinsichtlich Musik, Mode und Lebensstil. Hinter dieser Oberfläche gibt es aber nach wie vor Unterschiede zwischen entwickelten und sich entwickelnden Ländern. In der Mode beispielsweise versuchen vietnamesische Jugendliche ihre japanischen Altersgenossen zu kopieren. Im Vergleich zur Lässigkeit der japanischen Outfits wirkt ihr Stil aber etwas unbeholfen.“ (1)

Kraftstrotzend und selbstverliebt, das Jetzt und Hier zelebrierend, als gäbe es kein Morgen: Dieses Lebensgefühl der nach 1980 geborenen Generation bannt Tiffany Chung mit Soft Air and Cotton Candy in eine energetisch überbordende Musik und Tanzperformance (Eröffnungsveranstaltung der 3. Fukuoka Asian Art Triennale 2005). Pink, leuchtend rot oder grasgrün ergießt sich ein Lichterregen über die jungen japanischen TänzerInnen und die vietnamesische Sängerin. Die Inszenierung verzaubert Akteure und Beobachter gleichermaßen.

Sympathisiert die Künstlerin hier spürbar mit dieser kreativen Form kultivierter Gegenwärtigkeit, so vermittelt der Indoorspielplatz Kids’ Corner (2005) im Fukuoka Asian Art Museum ein eher beklemmendes Gefühl. Schichten sanfter Pastellfarben überziehen geschwungen geformtes Mobiliar und Spielzeug, florale Muster an den Fensterscheiben dämpfen den Blick auf die kalte Strenge der Gebäudearchitektur. Aber wünscht man sich die Kinder nicht doch lieber in die Sonne und den Sandkasten oder gar in den Wald? Mit ihrer Blumenbox Plastic Fantastic! – Teil der Mixed-Media Installation The Sponge City (2005) – bringt Tiffany Chung diese Verschiebung von Naturerfahrung hin zu einer Second-Life-Virtualität auf den Punkt. An die Stelle vergänglicher Schönheit tritt künstliche Perfektion – geruchsneutral wohlgemerkt. Indem die Künstlerin Süßigkeiten in kuschelige, aber ungenießbare Stoffobjekte transformiert (Tutti-frutti pompons, 2005), entfällt die Geschmackskomponente. Das Resultat ist ein sinnlicher Verschiebebahnhof.

Arbeitete Tiffany Chung für die Performance Soft Air and Cotton Candy mit jungen Leuten aus Japan und Vietnam zusammen, so stellt in der aktuellen Fotoserie Enokiberry Tree in Wonderland, Episode 3: another day another world (2008) eine Gruppe von Schanghaier Cosplay(2)-Schauspielern Szenen aus ihrer fingierten gleichnamigen Science-Fiction-Live-Action-Show nach.

„Ich war fasziniert von dem Phänomen Cosplay in seiner vietnamesischen Ausprägung“, erzählt die Künstlerin. „Ich wollte verstehen, was es den Akteuren bedeutet, für Momente jemand anderes zu sein. So entstand diese Fotoserie. Mich interessierte dabei besonders der Übergang von einer Bildrhetorik in die andere – von der der früheren Kriegspropaganda in die aktuelle der Konsumkultur. Dieser Wandel zeigt sich vor allem darin, dass die von der Popkultur besessenen Jugendlichen von heute für auf Hochglanz gestylte Manga/Anime-Figuren schwärmen, während die frühere Generation eine Vorliebe für Kriegshelden und Helden der Arbeiterklasse zeigte, wie man sie aus der kommunistischen Propaganda kennt. In meiner aktuellen Serie verquicke ich beide Bildrhetoriken miteinander.“

Exemplarisch für das Spiel mit politischen Konnotationen in der Kunst steht der sogenannte Political Pop bzw. Mao-Pop in China. Vor dem Hintergrund der traumatischen Erfahrungen in der Zeit der Kulturrevolution nutzten die Künstler, die in den 1950er und 1960er Jahren geboren wurden, das Stilmittel der Ironie, um die Kunst aus dem Einflussbereich der politischen Propaganda zu befreien. Bei den wesentlich jüngeren Cosplayern dominiert unübersehbar der Spaßfaktor. Enokiberry Tree in Wonderland, Episode 3: another day another world stimmt in Bezug auf diese generationelle Zäsur ambivalent. Wohlwollend könnte man die Kombination aus Fantasy-Outfit und Propagandapose als eine politische Haltung im Sinne eines utopischen Neins gegenüber jedweder Form politischer Vereinnahmung deuten. Es bleibt aber der Verdacht, dass politische Ikonen beim Cosplay auf einen rein dekorativen Faktor reduziert werden und sich vom einst provokativen Gestus lösen. Im Westen ist das beste Beispiel für eine solche Dekontextualisierung Andy Warhols Mao (1973), der als Poster und T-Shirt-Aufdruck die Rolle eines Popstars einnimmt.

Landkarten – Palimpsest

2007 begann Tiffany Chung mit der fortlaufenden Map-Serie. U-Bahn-Pläne von Tokio oder Seoul und aktuelle, aber auch historische Bebauungspläne von Ho-Chi-Minh-Stadt werden über- und/oder ineinandergeblendet und mit Textmarkern nachbearbeitet. Es entstehen palimpsestartige Schichtungen. Im 20. Jahrhundert avancierte das Palimpsest (3) zur zentralen Metapher in Literatur, Philosophie und Bildender Kunst, um damit das Spannungsverhältnis zwischen Vergessenem, Unbewusstem, Überlagertem einerseits, und aktuellen Informationen, Bewusstem, einer Überschreibung oder – im Kunstkontext – Übermalung andererseits, zu bezeichnen.

Während beim klassischen Palimpsest die sich überlagernden Schichten eher ein zu überwindendes Hindernis darstellen, setzt Tiffany Chung die Technik der Überblendung und Übermalung ein, um z. B. aus dem kollektiven Gedächtnis Verdrängtes in Erinnerung zu rufen. Indem sie sowohl verwirklichte Entwürfe als auch nicht mehr existente Stadtabstraktionen mit alltäglich eingesetzten Orientierungshilfen wie U-Bahn-Plänen verschmelzen lässt und die Resultate ornamental nachbearbeitet, büßen die Dokumente jeglichen direkten Nutzen ein. Was zur Orientierung diente, wird vordergründig zum dekorativen Muster. Erst ein analytischer Blick auf die einzelnen Schichten und ihr symbiotisches Zusammenwirken legt das intendierte künstlerische Statement frei. Dem ursprünglich von den eingesetzten Medien proklamierten Objektivitäts- oder gar Wahrheitsanspruch wird eine Absage erteilt.

Der Preis einer Moderne im Singular

Finding Galápagos: fish, pigs, youngsters, old folks, men, women and the Black Canals (not in any particular order) (2009) nennt Tiffany Chung ihre aktuelle Ausstellung, in der sie Zeichnung, Fotografie, Video und Skulptur in einer thematischen Rauminstallation zusammenführt. Mit ironisch-düsterem Blick schaut sie in die Zukunft ihrer Heimatstadt Ho-Chi-Minh-Stadt. Als Inspirationsquelle für die assoziative Überblendung eines Stadtplans der vietnamesischen Metropole – der bis ins Jahr 2020 vorausschaut – diente der Künstlerin die 1985 erschienene Novelle Galápagos des amerikanischen Schriftstellers Kurt Vonnegut.

Die zivilisationskritische Satire Galápagos stellt am Beispiel einer Gruppe von Schiffbrüchigen die Frage, ob es den von der westlich dominierten Moderne postulierten, sukzessive voranschreitenden Fortschritt überhaupt gibt. Vor dem Krieg in Südamerika fliehend, stranden in Vonneguts Fiktion Menschen unterschiedlicher Nationalitäten auf einer der legendären und bis dato unbewohnten Galápagos-Inseln. Hierarchien der westlichen Zivilisation verlieren unter den veränderten Lebensbedingungen ihre Aussagekraft. Während beispielsweise die englische und die japanische Sprache mit der Zeit in Vergessenheit geraten, wird das Kanka-bono der mitgereisten Überlebenden eines Eingeborenenstammes aus dem Amazonasgebiet zur Sprache der Inselbewohner.

Auf die rasante Entwicklung Vietnams in den letzten Jahrzehnten bezogen, prognostiziert Tiffany Chung ihrer derzeitigen Heimatstadt Ho-Chi-Minh-Stadt mit der ornamental anmutenden Landkartenübermalung 1°40’N 1°36’S 89°16’E 92°01’W (2009) keinesfalls rosige Zukunftsaussichten. Für das trügerische Versprechen, dass eine kritiklose Annäherung an internationale Lebensstandards zwangsläufig mit einer höheren Lebensqualität einhergehe, wählt sie die ästhetische Entsprechung einer sich flächendeckend ausbreitenden Musterflechte. Dass diese grassierende Geschichts- und Gesichtslosigkeit kein asiatisches Problem ist, verdeutlicht die Künstlerin, indem sie dieser Zeichnung eine zweite zur Seite stellt. In 34°03’N 118° 15’W — 1934 (2009) diente als Vorlage für ihre Kartenübermalung ein Stadtplan von Los Angeles und Umgebung aus dem Jahre 1934. Verständlich wird die Aussage des Werks in Zusammenspiel mit dem Video Land of Ahhs (2009), in dem die Künstlerin die Geschichte von Los Angeles bis ins Gründungsjahr 1781 zurückverfolgt.

Die Geschwindigkeit, mit der asiatische Metropolen den wirtschaftlichen und ästhetischen Anschluss an westliche Standards suchen und finden, hat global gesehen eine Déjà-vu-Wirkung. Probleme und Chancen einer wachsenden Stadt, das Gefälle von Stadt, Vorstadt und Land, die Diskrepanz zwischen Arm und Reich und die wachsende Kriminalität entwickeln sich zwar in jeder Stadt nach eigenen Gesetzen, ein gewisser Wiedererkennungswert bleibt dennoch bedauerlicherweise nicht aus.

„Es gibt sicher viele Erfolgsgeschichten aus dem gegenwärtigen Vietnam zu berichten“, so Tiffany Chung im Interview, „aber noch mehr Geschichten erzählen von Unmenschlichkeit und Korruption. Was interessiert jemanden, der gerade sein Zuhause durch ein Abrisskommando im Namen der Modernisierung verloren hat, Mode, MTV oder iPhones?“

Mit einem unverkennbar kritischen Globalisierungsimpetus überzieht Tiffany Chung ihre Maps mit pastellfarbenen pointillistischen Strukturen. Eine assoziative Nähe zu sich flächenartig ausbreitenden Pilzen ist nicht zufällig. Parasitär profitieren die Sporengewächse von fremden Pflanzen und greifen in Organismen ein. Mit einer ähnlichen Dominanz vereinnahmen sich ausbreitende Großstädte Vororte sowie das Umland und zerstören auf diese Weise gewachsene soziale Gefüge.

Bereits 1979 erklärte der französische Philosoph Jean-François Lyotard (1924 – 1998) in seiner Schrift Das postmoderne Wissen die Zeit der „Metaerzählungen“ als beendet. Das Wissen von der Welt jenseits des eigenen Erfahrungshorizonts war, schlicht gesagt, zu komplex geworden, um allgemeingültige Konzepte von dem, was den Mensch zum Menschen und die Welt zur Welt macht, aufrechtzuerhalten. Weltgeschichte wurde damit zur Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, zur Pluralität der Werte. Was sich zuvor Moderne nannte und damit einen linearen Fortschrittsgedanken formulierte, geriet in den Verdacht der postkolonialen Hybris. Übertragen auf das werdende Gesicht einer Stadt wie Ho-Chi-Minh-Stadt, Tokio oder Schanghai, würde dies bedeuten, dass die moderne Architektur eines jeden Ortes von der eigenen Geschichte geprägt wäre. Doch das eingeschlagene Modernisierungstempo lässt für die hierfür notwendigen Reflexionen wenig Spielraum.

Heimat – wo? Land of Ahhs und across the sea of dust

Tiffany Chungs 2009 entstandene Videos Land of Ahhs und across the sea of dust markieren eine ästhetische Zäsur der Künstlerin. Mit eher melancholischem Grundton löst sie sich von der zuvor eingenommenen Beobachterperspektive der Werke.

„Ehrlich gesagt habe ich mit den Arbeiten, die 2005 in Japan entstanden, innerlich abgeschlossen“, antwortet Tiffany Chung auf die Frage, wie sie selbst ihre künstlerische Entwicklung der letzten Jahre einschätzt. „Mich interessieren nun eher die Psychosen heutiger Kulturen oder vielmehr, was in den Menschen vorgeht. Früher habe ich mich mehr auf die Ästhetik der Popkultur, das Erscheinungsbild der Stadt und das Konsumverhalten der Leute konzentriert. Meine jüngeren Arbeiten sind hinsichtlich ihrer Themen düsterer geworden und dementsprechend ist auch ihre Form visuell zurückgenommener. Ich beschäftige mich nun mehr mit der Geschichte und den historischen Wurzeln eines Ortes, um damit ein Zeichen des Widerstands gegen das schwindende Gedächtnis einer Stadt zu setzen.“

Das knapp zehnminütige Video Land of Ahhs nutzt die Stilmittel des Roadmovies. Aus dem fahrenden Auto heraus und mit eingängiger Musik untermalt, erzählt eine junge Frau zunächst die Geschichte von Los Angeles. Sie blickt auf die spanische und später mexikanische Vorgeschichte der Stadt zurück, um dann das rasante Wachstum in den letzten 100 Jahren zu beschreiben. Während Häuser, Straßen und später der Strand am Fenster des Autos vorbeiziehen, schwenkt die Erzählerin zu ihrem eigenen Leben in Gardena, einem Vorort von Los Angeles. Ihr Akzent lässt ahnen, dass sie keine gebürtige Amerikanerin ist.

„In unseren Jugendträumen hatten wir alle unser Haus am Strand. Wir liebten Gardena, sahen unsere Zukunft aber eindeutig in Manhattan oder Redondo. Und wohin auch immer in der Welt wir später gezogen sind, unser Traum blieb es doch, zurückzukehren und eines dieser Häuser am Strand zu besitzen.“

Land of Ahhs definiert Heimat somit nicht zwangsläufig als an eine nationale Zugehörigkeit gebunden. Heimatgefühl, so wie Tiffany Chung es in diesem Film thematisiert, resultiert vielmehr aus Kindheits- und Jugenderinnerungen. Menschen, Straßenzüge, Gebäude – in diesem Falle das Meer und der Strand – und die Geschichte des Ortes wirken identitätsstiftend.

Auch across the sea of dust widmet sich der Heimat-Frage. Eine junge Frau, die nach Japan zurückkehrt, beschreibt aus einem Zug blickend das Glück, das der Anblick der vertrauten Häuser und Straßen in ihr auslöst. Wie in Land of Ahhs wählt Tiffany Chung den inneren Monolog als Stilmittel, um dem Betrachter die Möglichkeit zu geben, sich in die Filmprotagonistin einzufühlen. Was es bedeutet, sich zugehörig und aufgehoben zu wissen, visualisiert die Künstlerin in einer Tanzchoreografie: In harmonischem Rhythmus und abgestimmter Schrittfolge bewegt sich eine Gruppe junger Menschen mit aufgespannten Schirmen. Wieder ist es das Meer, das der Szene eine melancholische Aura verleiht.

Untrennbar verbunden miteinander sind die Sphären Erinnerung, Schlaf und Traum. Im zweiten Teil des Films across the sea of dust begegnen wir einem jungen Mann, der sich im Bett räkelt. Wir sehen seine Traumbilder, folgen ihm in seine Kindheit. Traumatisch besetzte Erlebnisse werden gestisch angedeutet, Blumen in Angedenken an den Vater an einem Baum niedergelegt. Traum oder Realität? Geträumte Wirklichkeit oder auf die Lebenswirklichkeit wirkender Traum? Filme wie Land of Ahhs oder across the sea of dust lassen Kunst zum Entschleunigungsfaktor werden.


1 Dieses und folgende Zitate: Interview mit Tiffany Chung am 19. September 2009.

2 Der Begriff Cosplay ist eine japanische Abkürzung des englischen Begriffs costume play. Beim Cosplay stellt der Teilnehmer eine Figur durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu nach. Der Charakter kann dabei aus einem Manga, einem Anime, einem Videospiel oder einer Live-Action-Serie stammen.

3 Ursprünglich bezeichnete Palimpsest eine antike oder mittelalterliche Manuskriptseite oder -rolle aus Papyrus oder Pergament, deren erste Beschriftung aus Sparsamkeitsgründen abgerieben oder abgekratzt wurde, um sie anschließend neu zu beschreiben. Durch fluoreszenzfotografische Verfahren können die älteren Texte heute wieder sichtbar gemacht werden.

Galerie Christian Hosp

die kunstbuchproduzentin